Natur-Tour auf dem Dachsberg

09. September 2018

Der „Dachsberg“ im Hotzenwald liegt südlich von St. Blasien und der Name bezeichnet seit Jahrhunderten allgemein das Gebiet zwischen dem Albtal und Ibach. Landschaftlich auf einer hügeligen, zum Hochrheintal hin abfallende Hochebene mit kleinen Dörfern und Weilern, Wälder, Wiesen und Weiden. Bei guter Sicht eröffnet der weite Blick ein Bergpanorama vom Säntis in der Ostschweiz bis zu den französischen Alpen.

Natur pur erlebten 20 Teilnehmer in dieser herrlichen Dachsberg-Landschaft an diesem Spätsommertag bei einer Wanderung unter naturkundlicher Führung. Wir vernahmen interessantes über „Leimenlöcher“ (= Abbau von Lehm, mit welchem z.B. Kachelöfen verputzt und Mauern erstellt wurden). Vorbei am „Harzhof“, wo einst der „Harzer“ wohnte, zuständig für das Sammeln des Baumharzes aus welchem Pech hergestellt wurde. Der Naturharz in dieser Region wird auch heute noch als „Baumpech“ bezeichnet. Die Heilkräuter sind – wenn man diese kennt – in üppiger Form auf den Wiesen zu finden: verschiedene Arten von Spitzwegerich, Schafgarbe, Thymian, Augentrost, Blutwurz, Bärwurz und vieles mehr. Eine Legende spinnt sich auch um das „Marienhaar“ (Haare von der Gottesmutter Maria), steht im Volksmund für mehrere Pflanzen, wie Weide-/Buschwindröschen, Leinkraut oder Frauenhaarfarn. Aus dem „Marienhaar“ haben einst die Einheimischen die Fäden der Pflanze für Kerzendochte verwendet.

Der Wissenstrip wurde an aussichtsreicher Lage mit einer köstlichen Kaffee-/Kuchenpause unterbrochen. Vor dem endgültigen Abschluss in einem örtlichen Gasthaus gab es noch einen Durstlöscher für die Herren und etwas Prickelndes für die Damen.